Familie Boyer

„Die Weinberge hier genießen die meisten Sonnenstunden im gesamten französischen Weinbaugebiet.“  

Jacques Boyer und Françoise Boyer, geboren in Poursines, arbeiten mit Leidenschaft und Stolz im Familienbetrieb Domaine Boyer, der 1794 die ersten Weinberge hier in Puissalicon an den Hängen der Cevennen angelegt hat. Die Domaine de Croix Belle, wie das Weingut seit den 1980er Jahren offiziell heißt, ist aus der Region Côtes de Thonque, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, nicht mehr wegzudenken. Die Weinberge hier genießen die meisten Sonnenstunden im französischen Weinbaugebiet. Der Wind aus dem Mittelmeer mildert die hohen Temperaturen. Und im August sorgt der kalte Wind aus den Cevennen und dem Zentralmassiv für mehr Spannung im Klima und damit auch in den Trauben.

Wir stehen in einer Tradition, und es ist unsere Pflicht, diese zu bewahren und weiterzugeben.

Im Weinkeller kümmert sich Jacques Boyer, unterstützt von drei Kellermeistern, um die Weinbereitung. Sie werden außerdem von Jean Natoli, Önologe in Montpellier, unterstützt. Mit 80 Hektar ist das Weingut relativ groß, daher auch die große Belegschaft im Keller. Das Unternehmen wurde in den letzten Jahren stark erweitert, seit 2009 sind die Weinberge des Elternhauses von Françoise hinzugekommen. Im Jahr 2016 wurde die Domaine de Coussan gekauft und kürzlich, im Jahr 2019, die Domaine Saint-Michel, die wie Coussan im Dorf Servian liegt. Dies bedeutet viel zusätzliche Arbeit. Glücklicherweise ist die Nachfolge gesichert. Die beiden Söhne Emanuel und Benoit, die derzeit noch als Tierarzt und im Bankensektor tätig sind, möchten in ihrem Leben einen anderen Weg einschlagen und haben sich mit Ende dreißig entschlossen, doch noch Winzer zu werden.  Wie alles hier geht auch dies Schritt für Schritt. In ihrer Freizeit arbeiten sie bereits mit, um Erfahrungen zu sammeln und die Feinheiten zu erlernen.

In den letzten Jahren wurde neben dem Kauf der Domänen viel in den Keller und den Weinberg investiert. So war Jacques sehr stolz darauf, als Erster in seiner Region und als einer der Ersten in Frankreich die „Tri-Baie” in Betrieb genommen zu haben. Dabei handelt es sich um eine Sortiermaschine, die Trauben nach Reife und Qualität auswählt. Dies garantiert Weine von hohem Niveau und mit viel Persönlichkeit.

Darüber hinaus wird streng darauf geachtet, dass die Erträge pro Hektar nicht zu hoch ausfallen, was ebenfalls der Qualität zugute kommt. Jacques Boyer war damals einer der Initiatoren in der Region, die einen Qualitätssprung (renouveau du Languedoc) anstrebten, was zur neuen Appellation führte. Er fühlt sich privilegiert, dass er in dieser Region des Languedoc arbeiten darf und kann, denn wie er selbst sagt: „Wir stehen in einer Tradition, und es ist unsere Pflicht, diese zu bewahren und weiterzugeben”.


Unsere beiden Söhne Emanuel und Benoit, die derzeit noch als Tierarzt und im Bankwesen tätig sind, möchten ihrem Leben eine neue Richtung geben und haben beschlossen, doch noch Winzer zu werden.

JACQUES BOYER