Familie Negrel - Mas de Cadenet

„Mehr als zwei Jahrhunderte später sind Maud und Matthieu, Bruder und Schwester, die siebte Generation, die sich hier mit Vater Guy als Berater im Hintergrund austoben.“  

Das Weingut Mas de Cadenet (Mas ist ein anderes Wort für „Landhaus“) liegt in einem einzigartigen Mikroklima am Fuße des Sainte-Victoire. Das einzigartige Bild der Aussicht, das Paul Cézanne oft in seinen Gemälden festgehalten hat. Viele Winzer finden und fanden ihr Terroir von höherer Qualität als im Rest der Côtes de Provence und kämpften seit den 1990er Jahren um eine eigene Herkunftsbezeichnung. Am 10. Februar 2005 war es endlich soweit: Der Rosé und der Rotwein erhielten den begehrten Status AOP Sainte-Victoire.

Mas de Cadenet.

Hier in Trets begann die Geschichte von Mas de Cadenet bereits 1813, als sich die Familie Négrel als Winzer hier niederließ. Mehr als zwei Jahrhunderte später sind Maud und Matthieu, Bruder und Schwester, die siebte Generation, die sich hier mit Vater Guy als Berater im Hintergrund austoben. Die Weinberge liegen auf einem Plateau in 250 Metern Höhe und umfassen 50 Hektar. Der größte Teil ihrer Weinberge liegt in der AOP Sainte-Victoire und ein Teil in der AOP Côtes de Provence. Die Provence ist Rosé! Und so besteht auch hier 60 % der Produktion aus Rosé. Danach folgt Rotwein mit 30 % und Weißwein mit nur 10 % ihrer Rebfläche. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von 45 Hektolitern pro Hektar ist der Ertrag für provenzalische Verhältnisse eher gering. Der Boden besteht hier teilweise aus wasserdurchlässigem Geröllgestein der Sainte-Victoire. Ansonsten handelt es sich hauptsächlich um Kies mit einer Schicht salzhaltigen Sandes und gelegentlich etwas Kalk. Begünstigt durch das mediterrane Klima und den Mistral, der für einen gesunden Weinberg sorgt, entsteht hier ein besonderes Mikroklima.

Das langjährige Klima ist geprägt von kalten, kurzen Wintern und langen, heißen Sommern. Matthieu Négrel arbeitet ganz im Sinne eines sorgfältigen Weinbaus. Infolgedessen erhielt er 2013 die Bio-Zertifizierung. So gibt er dem Weinberg nach dem Roden der alten Reben acht Jahre Zeit, sich zu erholen. Der Boden bekommt alle Zeit und Ruhe, um sich wieder auf Qualität und Sorgfalt vorzubereiten. Während dieser Zeit werden Roggen und Luzerne angepflanzt. Diese Kulturen sorgen für Abwechslung in der Kultur und Natur, wobei Schafe für den organischen Dünger sorgen. Die Durchlässigkeit des Bodens ist sehr gut, erlaubt jedoch keine hohen Erträge. All dies spiegelt sich im Geschmack der Weine wider: Ihre Ausdruckskraft und ihre würzigen Noten übertreffen so manchen höher klassifizierten Wein.

Guys Leitgedanke gegenüber seinen Kindern lautet: „Wir erben das Land nicht von unseren Eltern, sondern leihen es unseren Kindern.“ Mit diesem Gedanken holt Matthieu als Winzer das Maximum aus den Trauben heraus und verlangt das Minimum von der Natur. Das ist der Grund für den biologischen Weinbau, auch weil auf diese Weise die Authentizität und die typischen Eigenschaften der Weine voll zur Geltung kommen und lebendige Weine entstehen.

Wir können uns keine Mahlzeit ohne Wein vorstellen, so die Familie Négrel, genauso wenig wie wir uns Wein ohne Mahlzeit vorstellen können.


Wir erben das Land nicht von unseren Eltern, sondern wir leihen es unseren Kindern.

GUY NEGREL