Jean-François Jacouton

„Wein als Ausdruck von Zeit und Herkunft, wobei Liebe und Leidenschaft für Details ihn zu einer Kunstform erheben – so möchten wir ihn sehen, fühlen und erleben.“  

2010 kehrte Jean-François zu seiner Familie nach Vion zurück. Die Weinberge liegen hier an den steilen Hängen der nördlichen Rhône, auf Höhe von Tain l'Hermitage. An den Hängen der Rhodaniennes beschloss er, „sein Terroir” zu bewirtschaften und den sechs Hektar großen Betrieb zu übernehmen. Er wusste, dass ihn eine schwere Aufgabe erwartete, denn man muss schon Mut haben, um in diesem Teil der Rhône Winzer zu werden. Die steilen Hänge erfordern fast schon ein Bergsteigerdiplom.

Sie sehen es als ihre Pflicht an, sich um dieses Land zu kümmern, das natürliche Gleichgewicht zu bewahren und es an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Jean-Francois sammelte Erfahrungen bei verschiedenen Winzern in der Region: Saint Joseph, Côte Rôtie, Savoie, und ab 2003 arbeitete er in der Cave-Genossenschaft von Tain. Dank dieser Erfahrungen stellt er nun Weine mit „Biss” oder „Charakter”, wenn man so will, hauptsächlich aus Syrah her. Dennoch prägt er die zwei Hektar in Saint Joseph und vier Hektar Ardèche-Weinberge. Vor allem durch biologischen Weinbau, die Wiederherstellung alter Parzellen und weil er darauf hört, was der Boden, die Traube und das Weinjahr von ihm verlangen. Nichts ist selbstverständlich, alle Optionen werden diskutiert und sorgfältig abgewogen.

Von den Weinbergen mit viel gebrochenem Granit im Boden auf einer Höhe von 400 Metern hat er während seiner Arbeit einen wunderschönen Blick auf sein Heimatdorf Vion. Das historische Dorf war eines der ersten, die zur Appellation Saint Joseph gehörten. Hier ist es unmöglich, mit Maschinen zu arbeiten, alles muss von Hand gemacht werden.

Dieser Teil ist besonders beliebt für die Rebsorten Chasselas und Viognier. Als „Artisan du Terroir”, wie er sich selbst bezeichnet, ist er stets bestrebt, seine Trauben die maximalen Eigenschaften des Terroirs und des Bodens aus der Erde herausholen zu lassen. So entstehen Weine, die Frische mit Mineralität verbinden, seidig weich und dennoch gut strukturiert sind.

Als „Artisan du Terroir“, wie ich mich selbst bezeichne, bin ich stets bestrebt, meine Trauben die maximalen Eigenschaften des Terroirs und des Bodens aus der Erde herausholen zu lassen.

JEAN-FRANÇOIS JACOUTON